Thema: Deutschland und Israel – Israel und sein Zentralrat
Ohne Wenn und Aber muss für das Verhältnis von Deutschen zu Juden gelten:
Deutsche müssen eine unbefristete – da nie erreichbare – Wiedergutmachung an den durch sie oder ihre Vorfahren geschädigten Juden leisten. Eine Sysiphus-Wiedergutmachung! – Der Holocaust besitzt im negativen Sinn Ewigkeitswert! Deutschland sollte Israel wie jedes andere Land respektieren, aber nicht zu seinem Komplizen werden.
Es muss für das Verhältnis Deutschlands zu Israel wie zu allen Staaten der Welt auch gelten:
Zum Umgang mit Israel oder Israelis darf kein komplizenhaftes Verschweigen oder Schönreden von Israels Fehlleistungen und Verbrechen gehören. Es wäre gleichsam ein Antisemitismus der hinterhältigen Art, wenn Politiker oder Journalisten unter dem Deckmäntelchen betonter "Israel-Freundlichkeit" folgende Fakten gutheißen, kleinreden oder ganz verschweigen und so Ressentiments gegen Israel und Juden nähren:Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat bei Gründung Israels (800.000 Menschen!) –
Menschenverachtende und absolut unverhältnismäßige militärische Aggressivität Israels –
Atomwaffenbesitz Israels –
Propaganda-Lügen Israels –
Wiederholte Verstöße gegen UN-Resolutionen –
Wie z.B.: Widerrechtliche Siedlungspolitik Israels
Verwechslung von Wiedergutmachung an Juden und devoter Kumpanei mit Israel!
Kritik-Zensur durch Gleichsetzung von Israel-Kritik und Antisemitismus
So würde Wiedergutmachung zur Wiederschlechtmachung und Stärkung des Antisemitismus. Wind in den Segeln von Israels Feinden. Angeblicher "Terror" gegen Israel würde provoziert! Jede unredliche Inschutznahme Israels nährt den Hass gegen Israelis, aber letztlich auch gegen Juden!
Auch Deutschland behindert den Frieden in Nahost, indem es neben der generellen Kumpanei z.B. trotz ausdrücklichen Verbots durch den europäischen Handelsvertrag die Einfuhr von Produkten aus den illegalen Siedlungsgebieten Israels zulässt. Es ist eine heikle und großes diplomatisches Geschick erfordernde Gratwanderung besonders für deutsche Außenminister, der J. Fischer offenbar nicht gewachsen war!
Die Unterdrückung von Israel-Kritik in der irrtümlichen Meinung, so Antisemitismus zu unterdrücken, ist eine wesentliche Ursache des in Europa und Amerika wieder zunehmenden Judenhasses. So muss auch der Zentralrat der Juden in Deutschland, der m. W. nach I. Bubis nie mehr Kritik an israelischer Politik geübt hat, als bloßes Propaganda-Werkzeug der israelischen Regierung angesehen und daher de facto in die Nähe von Antisemitismus-Förderern gestellt werden. Solche Koppel-Institutionen wollen deutsche Bürger nicht!
„Wenn wir einen Menschen damit belasten und belästigen, dass er Antisemit wäre, wo er nicht antisemitisch ist, wo er nur kritisch ist, dann schießen wir uns ins Knie.”
Avi Primor (ehem. israelischer Botschafter)
25. Juni 2008