diverse
Verse

Kleine Auswahl von Versen

Frieden
Kirchen und Kinder
Menschen
Verrücktes Tier
Jungfrau Betula
Die Kerzen danach
Kirchen-Patent 1
Europas Umnachtung
Stille
Wunderbarer Glaube
Verwaltung
Neues vom Tage
Theologie
Taubenflug
Labyrinth
Hehlerware
Mittelalter
Kirchen-Patent 2
Völlig losgelöst!
Anus dei …
Hirrten
Hundebellen
Der arme Schneck
Die schwarze Saat
Demut
Nebel
Luzifers Zwielicht
Fromme Verheiszung
Kirchen-Patent 3
Zweifel
Eins
Sturm
Papst und Jesus
Schade
Die Antwort
Glockenschlag
Fertig
Evolutionssprung
Sakrale Trickserei
Teufels Tor
Papst Nr. 267
Leben lieben


 zum Anfang der Seite 

 
Mittelalter live

Wir sollten den Ratzinger-Sepp und den Mixa-Walter
zurückverfrachten ins Mittelalter.

Da könnten sie prügeln, vertuschen, Kinder schänden
oder auch Waisengelder für eigenen Luxus verwenden.

Was sagten denn damals die Menschen dazu?
"Die Kleriker strafen? Ogottogott – das ist doch tabu!"

Gewohnt an ein Leben im rechtsfreien Raum,
berührt sie ihr Status, die Mega-Schuld kaum!

So spielen sie Vorzeit, diese "zeitfremden" Leute.
Aber sie leben nicht vor-vor-gestern, sondern heute!

Die Seelen der zig-millionen Kirchen-Leichen
wollen kein "mea culpa". Sie wollen erreichen,

dass die Kirche bekennt und bereut und Buße tut!
Doch zur tätigen Reue fehlt den Pfaffen der Edelmut.

Doch sie geht zur Neige, die Immunität
dieser hochgradig unmoralischen Sozietät.  

 

 
Die Kerzen danach

Ein Mann wird erschlagen. Drei gegen einen.
Erst schaut man hin, dann schaut man weg.

Eine Frau wird geschändet. Man hört sie weinen.
Wer hilft, greift ein? Nö, Nö schnell weg ums Eck!

Ein Soldat fällt im Krieg, fällt zu Asche, Staub und Steinen
Hat aber’n "Staatsbegräbnis" im Gepäck!!

Ein Kind droht zu ersaufen. Es steckt mit den Beinen
im Tümpelschlamm fest. Wer holts aus dem Dreck?

Der Erfolg hat 100 Kapitäne, die Katastrophe jedoch keinen!
Bei ihr sind die Event-Bosse dann feige unter Deck!

 

Später dann bricht das Mitgefühl sich Bahn:
Blumen prangen und Märsche kündigt man an.

Wenn sich ein solcher Marsch dann in Bewegung setzt,
sind viele Augen und Wangen tränenbenetzt!

Wenn ein oder zwei von Hundert den Mut zum Nein! gehabt hätten,
bräuchte man weder Kerzen- noch Menschenketten.

Nachträgliches Mitleid kann ja so süß und köstlich schmecken:
Welch edles Gefühl! Die Opfer aber, die konnten verrecken!  

 

 
Fertig

Rückblicke in durchlebte Zeiten
ergaben stets, dass ich bei Weitem
unfertig und noch zu bessern sei.

Es half auch nie, dies arrogant zu übertönen,
der Prahlerei oder dem Stolz zu frönen.
Unfertig war und bin ich, es bleibt dabei.

Jetzt bin ich alt und weiß zu schmunzeln:
Unfertig, das ist Leben! Wenn mal die Runzeln
an mir einst fertig sind – dann ist’s vorbei.  

 

 
Luzifers Zwielicht

Oh, Papa, schau: Diese Pracht der Gewänder.
    Schweig Junge, still! Drin stecken Kinderschänder.

Aber hör nur, wie eifrig sie reden von Wahrheit, Leben, Licht!
    Aber am Lügen, Töten und Verdunkeln hindert sie’s nicht.

Papa! Sie preisen doch Liebe, Reinheit, Gott in einem fort.
    So heucheln sie nur und bereiten uns Lüge, Raub und Mord.

Ja??? Gott wird verehrt und dem Teufel wird gezollt?
    Ihre Verbrechen nennen sie heilig und gottgewollt.

Sag, Papa, wie findet der liebe Gott sie denn bloß?
    Mein Sohn, der von ihnen erschaffene Gott ist gott-los!  

 

 
Gottes Liebe: Hehlerware

Wer darf denn unsre Menschen-Gefühle
An Dämonen verhökern wie Teufel und Gott
Wir lieben so Vieles wir lieben so Viele
Wir erlauben uns Hass und ätzenden Spott
Wir alle sind Gott und Teufel zugleich
Wir bereiten uns Hölle und Himmelreich

Das wissen doch sicher auch die Pfaffen
Die vom Jenseits schwatzen, doch diesseits raffen
Die milliardenfach brechen humanes Gebot
und Leben vernichten ohne wehrrechte Not
Nicht Gott ist die Liebe noch Teufel der Hass
Doch die Pfaffen sind Diebe ohne Treu und Verlass  

 

 
Jungfrau Betula

Beim herbstlichen Gang durch den lichten Wald
traf ich das Jungfräulein Betula
Ich gesteh’s, ihre blasse und schlanke Gestalt
Machte mich Alten beschwingt – oh lalá

Ein zart-gold’ner Schleier verbarg ihr Gesicht
Und auch den schmalen Körper mir nicht
Ich wollte sie kosen, sie an mich drücken
Doch hielt ich ein mit meinem Entzücken:

Bleib, Betuline, bleib du nur stehn
ich werde jetzt doch meiner Wege gehn
Und dort drüben, nahe dem dunklen Tann
Ersehnt dich ein stämmiger Birkenmann

i.m. Manfred Hausmann

 

 
Frieden

Frieden kostet wenig Geld!

Aber so viel Selbsterkenntnis!!

Und noch viel mehr Selbstüberwindung!!!

Frieden muss wie Demokratie auch ausgehalten werden!  

 

 
Kirche und Kinder

Die Kirchen bei der Kinder-Erziehung
mitwirken zu lassen bedeutet,

die Augen vor den Verbrechen
dieser Kirchen zu verschließen:

Langfristig sind die Folgen
für die Gesellschaften, Staaten

immer kontraproduktiv und
letzten Endes verheerend:

Denn eine Verbrecherorganisation darf
mit den Kindern weiter unsere Zukunft formen!

Und die Politik, die sich im Tageszwist aufreibt,
gewinnt keinen humanen Weitblick.

Sie denkt, weiter so! Wenn’s schiefgeht,
werden wir schon Sündenböcke finden.  

 

 
Neues vom Tage

Da hilft kein Zorn. Da hilft kein Spott.
Da hilft kein Weinen, hilft kein Beten.
Die Nachricht stimmt! Der liebe Gott
ist aus der Kirche ausgetreten.

Erich Kästner

 

 
Theologie oder Pfaffologie

die Pseudowissenschaft der Kirchen

Statt Fakten nur Artefakte

Statt Logos und Wissen: viel Pseudologie,
mit 1000 Legenden und Infamie. –
Ja, nicht einmal unsere Astrologen
sind so ignorant und so verlogen.

Geld und Macht nur sind ihnen konkret!
Und sonst? Nur Dogmen, tausend-und-ein Dekret.
Statt Objektiviertem, Verifiziertem, Zertifiziertem
nur Spekuliertes, Spintisiertes und Fabuliertes.

Was nun, was tun? Es ist bei Gauklern Brauch:
Wer leer ist, bläst sich furchtbar auf,
Mit Glockenklang und Mönchsgesang,
mit Mummenschanz und Teufelsschwanz.

Mit androgyner Klerisei
in Frauenkleidern tanderadei.
Doch sind’s nicht echte Hermaphroditen,
noch nicht mal richtige Transvestiten.

Wunder: oh wie wunderlich!
Heilige: gar nicht heiliglich!
Schamlos und inflationär,
vulgär und im Dutzend billigär!
Pfaffologen münzen so eifernd und frumm
einen Aberglauben in den andern um.

Ein bisschen Drohung, süße Versprechen,
dahinter Morde, jedwedes Verbrechen!
So macht man Eindruck und lähmt die Leute:
Des Pfaffen-Wahnsinns fette Beute!  

 

 
Der arme Schneck

Da gabs mal einen Schnirkel-Schneck,
der war vor Liebe hin und weg!
Er hatte in sein Herz geschlossen
ein Rosenfräulein mit Sommersprossen:

rose

Über stachlige Zweige schleimt er heran:
Denn er ist ein tapfrer Schneckenmann!
Nach drei Tagen endlich angekommen,
macht die schwankende Höhe ihn arg benommen:

Unser Schneck ist leider nicht schwindelfrei!
Doch Rosie ist dies ganz einerlei.
Sie packt ihn in ihr duftiges Bett.
Das findet der Schneck – megageil und nett!

Nach einer Woche wollte er wiederkommen.
Hatte mühsam wieder den Stängel erklommen.
Doch er fand seine Liebste, ihr Lager nicht:
Verwelkt und verweht war ihr Blütengesicht.

rose

Der Schneck blieb drei Tage in Trauer vor Ort.
Dann kroch er hinunter und war wieder fort.
Doch die Hoffnung pflanzte sich tief in ihn ein,
im nächsten Sommer wieder bei ihr zu sein!  

 

 
Die schwarze Saat

Die schwarze Saat auf weißem Feld
ist schwarz – gewiss, doch sie erhellt
was sonst dem Alltags-Munkel-Dunkel,
der Amnesie zum Opfer fällt.  

 

 

Papst und Jesus

Ein Casanova schwärmt von der Treue
Ein Profiganove predigt uns Reue

Ein Reicher lehrt uns die Wonnen der Armut
Ein Zänker empfiehlt uns wärmstens die Demut

Ein Schwuler geißelt Lesben und Schwule
Ein Schwänzer preist uns die Werte der Schule

Ein Absolutist verlangt Toleranz
Ein Hardliner suhlt sich in Larmoyanz

Ein Zuhälter will strengste Keuschheit
Ein Lügenbold kämpft stets für die Wahrheit

Ein Ignorant schwatzt von der Wissensmacht
Ein Faulpelz gibt vor, dass Fleiß glücklich macht

Ein Rebell lobt alles, was Usus
Und das Tollste: Der Papst beruft sich auf Jesus  

 

 

Schade

Schade, wenn das Frühjahr lenzt
und dabei den Frühling schwänzt.

i. m. Friederike Kempner

 

 
Menschen lassen Menschen leiden

Solange Menschen unter Menschen leiden,
Woll’n Kirchen sie als Schafe weiden.

Doch menschliches Leid lässt die Kirchen kalt.
Sie predigen Demut, frönen selbst der Gewalt. 

Die Schafe soll’n dulden und erleiden
Und Gegenwehr in jedem Fall vermeiden.

Behütet?? – Gefangen!! Von Hunden umkreist!
Gemästet, geschoren, dann geschlachtet, verspeist.

Pfaffen lullen sie mit sauersüßen Märchen ein.
"Liebt eure Feinde!", "Haltet hin eure Wangen fein!"

So lenken sie ab von den Machern der Not,
Gewähren "Ablass" – sitzen im selben Boot!

Die Täter sind höhnisch und lenken Dank dorthin,
Wo’s Privilegien gibt, jetzt und weiterhin.

Bis die getäuschten Opfer endlich sich besinnen
Und mit Vergeltung der Täter-Schuld beginnen.

Wann immer Menschen unter Menschen leiden,
Soll man zuallererst die Kirchen meiden.

Planen und sammeln und voranschreiten.
Rechte? Hier und jetzt und hart erstreiten!  

 

 
Taubenflug

Der Brieftaubenschwarm hat heute frei.
Sein Ausflug beginnt erst um viertel vor Drei.

Hoch steigen die Vögel über die Dächer der Stadt.
Und weil keiner von ihnen einen Brief bei sich hat,
Gibts keinen pfeilschnellen Flug von A nach B:
Der Schwarm kreist endlos – von C nach C nach C.

Sein Zeitgefühl ist offenbar gänzlich dahin.
Er fliegt sogar gegen den Uhrzeigersinn!      

 
 
 

 
Die falsche Demut

Seit Jahrtausenden predigen uns die Kirchen
Furcht und Demut "vor Gott, dem Allmächtigen"!
Und so gilt ein theistischer Kriecher
als brav, der aufrechte Atheist als unliebsam!
Denn den Mächtigen ist diese Demut ja so bequem!

Was nützen uns Menschen denn Gottesverehrung
und Gottesfurcht, wenn wir trotz oder wegen Gott
anderen Menschen ins Gesicht schlagen,
– natürlich mit dem HERRN im Bunde – ?
Andere berauben, schlachten oder sie
auch "nur" in ihrer Dummheit belassen?

Dem schlau ersponnenen Wahngebilde kann's nicht gefallen!
Aber die so Erzogenen und Zugerichteten bereiten
all den selbsternannten "Gott-Vertretern" freie Bahn:
Hemmungsloses, ungestraftes Betrügen und Belügen,
Ruinieren und Vernichten von Menschenleben,
Anzetteln von Kriegen und Krisen – und
mit gleichen Folgen: Die Langzeit-Vergiftung, das
Für-fromm-und-dumm-Verkaufen ganzer Generationen.

 
 

 
Die Antwort

Ich habe die Religionen und Philosophien der Welt
studiert und die Antwort auf die Frage gefunden,
was denn der Schlüssel zu unserem Dasein sei.

Sie lautet:

du dam-dam-dam   di-du dam-dam

Leonard Cohen                          

 
 

 
Das verrückte Tier

Was sind wir?
Was ist der Mensch?
Ein verrücktes Tier,
homo insapiens!

Frei denken, schalten, walten ohne Schranken –
der halbgare Mensch in uns lässt alles wanken.
Mit Krone, Kreuz oder Krawatte maskiert,
wird die Beute gehetzt und bei Bedarf massakriert.

Der Erdball wird rasant seiner Schätze beraubt.
Hauptsache ist: Es wird an Gott geglaubt!
Dereinst ist die Erde verödet und leer.
Diese Art "Mensch" gibt es dann auch nicht mehr!

Was sind wir?
Was ist der Mensch?
Ein verrücktes Tier,
homo insapiens!      

 
 

 
Das Leben, ein Labyrinth

Ohne Windungen leben und ohne Wirrungen?
Ohne Auf und Ab? Hin und Her?
Wir würden an dieser Lebensfeindlichkeit zerbrechen.
Wie gut, dass mein Leben
mehr einem Labyrinth gleicht
als einem Lineal.
Im Innern meines Labyrinths
darf ich mich geborgen fühlen.
Nur ich besitze den Ariadnefaden
aus meiner Mitte hinaus und hinein.
Jedem Einzelnen von uns,
jeder Familie, jeder Stadt und jedem Staat:
Allen ist ein Labyrinthgeheimnis, aber
auch eine Labyrinthbeschwernis eigen.
Würde und Bürde,
Beschwerlichkeit und Unentbehrlichkeit
gehen Hand in Hand.      

 
 

 
Nebel

Du Hans Dampf in allen Gassen
In allen Stimmungs- oder Lebenslagen
Soll man dich lieben oder eher hassen
Du antwortstummer Freund der offnen Fragen

  Du Träumer und Vermittler
  Gespensterfreund Romantiker
  Weichzeichner und Vertuscher
  Blender Trickser Sinnentäuscher

Am Ende ist’s mit dir, wie immer sonst
Denn nicht nur gut bist du oder nur schlecht
Wo immer du waberst, lagerst, thronst
Bist du mal Schuft mal gut und gerecht  

 
 

 

 
Glockenschlag

Lockend und drohend zugleich der Klang
Stimmt er uns wohlgemut – stimmt er uns bang

So tönt er wie aus Ewigkeiten her
Und fordert doch ehern ein Jetzt und ein Hier
Nostalgisch – schaurig – ungefähr
Heißt er uns folgen der drohlockend‘ Mär

Auch wenn er froh oder weich oder dumpf erklingt:
Ein eiserner Hammer hart gegen Bronze schwingt!    

 
 

 
Fromme Verheiszung

Sie streben steilauf zum Götzen-Gott
Sind schier verrückt und erkennen nicht
Dass sie ahnungslos flattern wie eine Mott‘
Die schließlich verbrennt am sengenden Licht

Weniger, langsamer, auch mal verzichten
Entschleunigen, sinnen und innehalten
Nicht unwiederbringliche Schätze lässig vernichten
Und endlich das Diesseits sorgsam verwalten    

 

Der Sprung in der Evolution

Der Mensch – ein animal sociale, flöten Feuilletonisten.

Ja, ein soziales Lebewesen, bestätigen Optimisten.

Eher ein blökendes Herdentier, glauben die Christen.

Jedenfalls ein feiger Rudelgänger, so Pessimisten.

Wenn’s drauf ankommt, ein Hordenuntier, die Realisten.

Oh nein, ein Ebenbild Gottes, heucheln Monotheisten.    

 

Das Kirchen-Patent 1
– Am Anfang war …

Die Dummheit war am Anfang
Sie nahm aus Angst noch zu

Der Aberglauben-Anhang
Verspricht sich Seelenruh    

 

Das Kirchen-Patent 2
– Im Namen Gottes …

Schände, raube, fälsche, töte!
Feierlich dazu noch flöte,

es sei für Gott, den HERRN, getan.
Dressiertes Volk: Es glaubt dem Wahn.

So gottselig wird seit 2000 Jahr‘
den Kreuzes-Schurken gekrümmt kein Haar.

Schändung, Lügen, Raub und Mord:
Die Heilige Kirche ist ein rechtloser Ort.    

 

Das Kirchen-Patent 3
– Von Gottes Gnaden …

Nach oben buckelt die Kirche artig und fein,
mag der Regent auch wie sie eine Bestie sein.

"Denn Obrigkeit ist immer gottgewollt!"
Ihr Gläubischen: Es wird Respekt gezollt!

2000 Jahre hat ihr das Kriechen genutzt.
Die Menschen "da unten" aber werden schamlos gestutzt.  

 

"Sakrale Trickserei"

Zunächst gilt es, den Menschen zu lähmen,
mit höllen-himmlischer Magie zu zähmen.
Dann bietet man gnädige Hilfe an,
so dass er dankbar zu Kreuz' kriechen kann.

Jeder kriminelle Kirchenverein
verhindert wahres Menschensein!    

 

"Europas Umnachtung!"

Bedenk ich Europa in der Nacht,
gibt’s Vieles, was mir Ängste macht:
Die Bürgerferne und Bürokratie,
Verschwendungssucht, Gigantomanie.

Konzerne und Banken bestimmen den Marsch
Wohlfahrt der Bürger? L. m. a. A.!
Energiesparlampen, unreif und giftig,
ein winziges Beispiel nur, nicht so wichtig.

"Europa" dient nun mal primär den Reichen.
Die Bürger-Freiheit muss stetig weichen.
Lasst uns Menschen die Stimme abgeben!
Wir wollen nicht als Finanzsklaven leben!

IWF·EZB·EFS·FESM: Aus und vorbei!
Europa funktioniert nur mit Vielstaaterei!
Das Knäuel von Regeln und Regelverstößen
führt nur noch zu peinlichen "Experten"-Blößen.

Souveränität der Nationen mit Sprache, Kultur!
Abgeben? Nein, in Europa bedient man sich nur!
Schuldner treiben das Bündnis vor sich her.
Verträge zählen nicht, jetzt und nimmermehr!

Es herrscht eine Soziopathen-Clique von zwei, drei Prozent,
von denen kaum einer die Relationen kennt,
die den übrigen Menschen klingen wie Hohn:
Das gerechte Verhältnis von Leistung und Lohn.

Für diese Junkies geht Europa baden.
Wird mit Zocker- und Staats-Schulden überladen.
Es wird wohl nur mit Zwangsabgaben geh’n
Das Gebot heißt, den Rettungszwang umzudreh’n!    

 

Papst Nr. 267: Völlig losgelöst!

Es hebt wieder an ein Rauschen im Wald
mit einer Botschaft, die so falsch ist wie alt.

Irgendein Mann kommt von irgendwoher,
der alles weiß und noch viiiel mehr!

Mehr als die Menschen erforscht und erlernt.
Denn er ist ja so weit vom Menschen entfernt.

Er pflegt zwar schlau die Nah-bei-euch-Attitüde.
Doch der Kern seines Amtes ist die – Lüge.

Dogmatische Wahrheit ist Lüge, Irrsinn, kalt …
Lasst es nur rauschen im Boulevardblätter-Wald!    

Lügen, oft wiederholt, machen bessere Glaubenssätze als die freudige Klarheit der Tatsachen.
Hans Henny Jahnn (1894-1959)

 

Zweifel

Die Wahrheit des Glaubens ausloten?
Oh nein, bei Gott! Seid keine Idioten!
Denn hochwürdige Priester sind die Boten:

Zweifeln ist bei Gott verboten!
Der Gottes-Glauben ist geboten!

[So schützt man die Betrügermeute
Mit ihrer scheinheilig gerafften Beute!
Denkt ihr nur treudoof an das Heute!
Psst! Mucksmäuschenstill, ihr braven Leute!]

Doch wer – bitte – rächt die Toten?
Die mit Höllenqual Bedrohten?
Es gilt die Dogmen auszubooten!

Es sind die denkfaulen Religioten,
Die Schar der frömmelnden Devoten
Die wirklichen Idioten!    

 

Teufels Tor

Aus Lügen fügt man Glaubenssätze
Die Wahrheit braucht den Glauben nicht
Aus Lügen knüpft man feine Netze
Und übt aufs Denken fromm Verzicht    

 

Stille

Der Wind steht still
Der Wald: er schweigt
Obwohl er lieber flüstern will
Auch raunen, rauschen, brausen will
Und herzhaft knarzen, ächzen will
Der Wind ist heute nicht geneigt
Der Wald: er schweiget still    

 

… Anus dei

… Wenn Jesus ein Massenmörder war
… ein Kinderschänder
… ein Betrüger und Fälscher
… ein Plagiator
… ein Geldeintreiber und
… Superreicher,
… der heimlich Reichtümer hortet, aber
… stets seine Armut beteuert,
… der in Palästen wohnt,
… sich den Menschen überlegen wähnt
… und sich in Gold und Seide kleidet
… ein Menschenverächter
… ein Faschistenfreund
… ein Heuchler
… ein Unbelehrbarer, Verstockter,
… der nicht dienen, aber bedient werden will
und wenn er ein Verräter war
… ein Geschäftemacher und Geldwäscher
… ein verlogener Lebensschützer,
… der über Leichen geht,
… wenn sein Privilegien-Status in Gefahr gerät
… der die Lüge zur Wahrheit erhebt
… der die Natur nach Belieben verdreht
… ein Scheinheiliger, der aber
… "auch nur ein Mensch" sein will,
… wenn er als Straftäter überführt wird

… wenn Jesus dies war, dann ist die
… Kirche perfekt in der Nachfolge Jesu Christi.
… Doch sie ist allerhöchstens der Anus dei.
   

 

Eins

Zum Menschen wird das Menschentier erst dann
Wenn es erkennen, achten, lieben kann:
Mensch Getier Gewächse Steine
Trenne nicht, sondern vereine    

 

Mein wunderbarer Glaube

Ich glaube, dass es keine Wunder gibt!
Wohl kann ich mich wundern, wo andere nur staunen,
wie so manches sich wundervoll schickt und fügt.
Leichtgläubig eilen sie hin, um von Wundern zu raunen.

Ja, dies sei die Lösung: Ist auch erlösend – bequem!
Statt Dumm- und Faulheit einzugesteh’n,
trumpft Hochmut auf, in allem 'Gott' zu loben,
was dem Tellerrand der Ignoranz enthoben.

Mein verneinender Glauben ist auch religiös!
Ist demütig erlernten Denkens Erlös.
Ist spirituell und frei transzendierend
dabei ganz auf dem Diesseits des Alls basierend.

Numinös birgt es Rätsel unendlicher Zahl.
Sie zu entschlüsseln bringt Freude und Qual.
Denken, gar Wissen sind Frevel nach Pfaffensicht.
Doch diese Gaben zu nutzen, ist Recht und Pflicht!

Bei Donner und Blitz 'wussten' einst unsre Ahnen:
Da ist ein Zuchtmeister 'Gott', er will uns ermahnen!
Und heute sind’s Quanten und schwarze Löcher,
die den Gott-Reflex locken – noch und nöcher!

Letzte Fragen werden nie endgültig geklärt,
drum dünken sich Gott-Schwindler Milliarden wert!
Und vergesst die geheuchelten christlichen Werte!
Seid menschlich, gerecht und liebevoll – auch mal mit Härte!    

 

Hirrten

Als die Hirten sich verirrten
nahmen sie die Herden mit.

Und die Herden, sie verheerten
unsre Welt auf Schritt und Tritt.

Wenn Hirten lügen und betrügen:
Macht nichts: Schafe folgen brav!

Doch die Hirten, die verwirrten,
folgern: Büßen muss das Schaf!

 

Ja, solch Täter sind Verräter –
feige, pfäffsche Menschenbräter.

Enden muss die Schafsgeduld!
Ahndet endlich Kirchenschuld!    

 

Sturm

Der Sturm jault an den hochgespannten Drähten
rauscht wie das Meer durch Wald und Land
er ruft herbei den Ozean mit seinen Räten,
das Meer, dem einst das Leben sich entwand    

 

Leben lieben

Wer liebt die Erde, auf der er wandelt?
Oder das Meer, das brandend landet?
Und wer die Luft, mit der er engst verbandelt?
Wer liebt das Leben, das uns so treu behandelt?!
Der Mensch versagt! Er hasst, verschandelt:
Alles, was einst aus Erde, Meer und Luft entstanden.
Der religiotische Rassist hat nichts verstanden!    

 

Im Ver·walt·ungs·raum ge·ig·t die Fantasie

Nein! heißt Nein!
Heißt Neineinein!
Heißt Nain!
Heißt Na-in!
Heißt Ja-in!
Heißt Jajaja!
Heißt Ja!
Heißt Jaah!
Heißt Jaaah! Jaaah! Jaaaaah!    
 

Hundebellen

Bei Nacht meldet sich fernes Hundebellen
Als sei eine Mahnung damit verbunden
Ein Erinnern an tiefere Lebens-Quellen:
Mit der Macht und dem Weg, zu gesunden

Wenn das wehtönend‘ Wolfsgeheul uns bannt
Sind Alltags-Kram und -Qual vergessen
Es liegt so schlüssig auf der Hand:
Wir sind von Irrsinn und von Wahn besessen

Wir sind bald ans Ende der Irrfahrt gekommen
Die seit tausenden Jahren Eines gebracht:
Sie hat das Band zur Natur uns genommen
Hat uns verblödet, geblendet mit Götzen-Macht

Keine noch so wohlfeile fromme Kunde –
Mit Prunk und Macht und Gräuel garniert –
Reicht bis zum wirklichen Lebensgrunde
Der Mensch ist’s, der am Ende alles verliert    

-