Merkel-Koalition will keinen reinen Tisch

Da spricht mal endlich ein Bundesminister Klartext: Und schon wird er mit scheinheiliger Kritik überhäuft. PolitikerInnen, die uns vorgaukeln, aus der Krise Lehren zu ziehen, halten diplomatisches Scharwenzeln für wichtiger als offene Worte. Oder sie meinen, freundschaftliche Beziehungen "zu allen Nachbarstaaten" könne ruhig im Einbahnverkehr geregelt werden. Es geht hier um Milliardenverluste der Steuerzahler durch Steuerbetrüger. Und das seit Jahrzehnten. Ob das wohl eine Irritation ist? Gerade Betrügereien oder Beihilfe dazu sollten unter befreundeten Nachbarn ernster genommen werden als eine diplomatische Tonlage!

Offenbar gehören besonders viele Unionspolitiker und andere Kritiker von Steinbrücks offensiver Klarstellung zu den Nutznießern der so schön eingespielten Steuervermeidungspraxis – da hat der ehemalige Bundes­finanzminister Eichel, also ein Mann vom Fach, nur allzu recht!

Ich höre noch die "Gemeinsinn-Ansprache" der lieben Frau Dr. Merkel zum Jahreswechsel. Schon damals hatte ich vorausgeahnt, dass diese Frau ihre Ungerechtigkeiten in der Vermögensverteilung aus der Zeit vor der Krise prinzipiell fortsetzen will oder muss, weil sie nicht regiert, sondern reagiert – reagiert auf die Stichworte der eigentlichen Regenten dieser Welt. Unter einem solchen Weichei würde auch manch anderer zur Schärfe gereizt. Jetzt ist die Zeit zum Aufräumen, nach der Wahl wird wieder nur abgeräumt!

Mir persönlich ist allemal ein Gauner mit einem guten Herzen für die Menschen lieber als
ein scheinbarer Gutmensch, der freundlich lächelnd unzähligen Menschen Schaden zufügt!

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