60 Jahre leidendes Grundgesetz

Warum werden die für die Weltkrise Verantwortlichen nicht als das behandelt, was sie sind? Als Kriminelle! Die Manager haben nicht etwa bei redlichem Bemühen einfach mal Pech gehabt. Sie haben vorsätzlich mit geschlossenen Augen eine Volltrunkenheitsfahrt unternommen, die im weltweiten Crash zu Ende ging. Sie haben Grundregeln und Ethos ihrer Berufe über Bord geworfen. Sie haben getan, was nicht nur ihre Unternehmen mit den Arbeitnehmern, sondern die ganze Welt in einen Strudel von Armut, Anlagenwertverlust und Misstrauen reißt. Und diese Katastrophe geht nicht von Einzelnen, sondern von einer "systemrelevanten" Manager-Mehrheit aus. Das soll nicht strafbar sein???

Dass jetzt ein gutes Dutzend aus dieser Kaste gegen relativ milde Kontrollmaßnahmen der Regierung aufbegehrt, zeigt geradezu Züge von klassischer Verblendung, Anarchie, von grenzenloser Dummheit und Arroganz. In anderen Ländern würde mit solchen asozialen Gesellschaftsfeinden ganz anders verfahren – und das zu Recht. Gewiss sollte die Vertragsfreiheit dieser Leute nicht angetastet werden. Der Gesetzgeber aber hat die Möglichkeit, Jahreseinkünfte von über etwa € 1 000 000 mit einer Steuerprogression bis 90% zu beantworten. Es darf angenommen werden, dass z. B. eine Schmiergeldbude wie Siemens bald den Spaß an den Gehaltsexzessen verliert!

Deutschland hält Gesetze bereit, nach denen eine Kassiererin wegen €1,30 mit einer existenziell bedrohlichen Strafe belegt wird. Die genannten gigantischen Verbrechen aber sind nicht justiziabel? So wird die Kluft zwischen GG und Realität allzu deutlich. Die Entscheidungsträger haben das Grundgesetz nicht richtig verstanden. Die zahlreichen grundgesetzwidrigen Gesetzesvorlagen der vergangenen Jahre beweisen die Korrumpierung.

Die Entwicklung der letzten Jahre entlarvt endlich diejenigen als Blödmänner, die da behaupten, die Kritik an den massiv überhöhten Manager­gehältern sei doch nur eine Neidreaktion. Ungerechtigkeiten solchen Ausmaßes, wie auch ich sie seit Jahren hier im Blog beklage, zerreißen nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie schaffen den Nährboden für Wut, Unruhen, für innere Emigration oder schließlich Anarchie: Und wenn sich eine derartige Stimmung im Volk breit macht, brechen die Dämme. Dann helfen auch die schäubleschen Schnüffelgesetze nicht mehr. Die Anarchie ging noch nie vom Volk aus!

Der Kapitalismus ist aus dem gleichen Grund gescheitert und auf künstliche Ernährung angewiesen, wie auch andere Ideologien, z. B. Kommunismus, Katholizismus und Islamismus – um nur diese herauszugreifen: Sie sind allesamt nicht an ihren Konzepten gescheitert, sondern an Menschen, die diese Konzepte bis zur Unkenntlichkeit korrumpiert und missbraucht haben.

Der Nationalsozialismus, dem nahezu ganz D und A nachgelaufen sind, barg zwar viel Katholisches, aber irgendetwas Urchristliches? Die Kriege, die von Deutschland angezettelt und von der Geistlichkeit bis hin zum obersten "Hirten" befürwortet und gefördert wurden, müssen wohl als typisch "christlich" eingestuft werden. Die sog. christlichen Kirchen sind seit langer Zeit tot. Sie sind mit ihren Verbrechen, bereits mit den ersten ihrer 70 Mio Opfer untergegangen, sind gescheitert. Was übrig geblieben ist, sind Kirchenkonzerne, reine Wirtschaftsbetriebe mit höchster Subventionsrate, staatlich alimentierte Verdummungsinstitute und scheinheilige Anstands-Wauwaus. Auch hier versäumt die Regierung ihren GG-Auftrag. Die soeben geschilderten Auswüchse der angeblichen Eliten, z. B. der "christlich" erzogenen, herrschenden Wirtschaftskaste, gehören zu diesem Leichengestank. – "60 Jahre Grundgesetz"

 
C.c.: Unsere Staats-Kirchen müssen von Rechts wegen abgeschafft werden!
 

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