– Sozial-Enzyklika: Parasitäre Heuchler, Herr Ratzinger?

Ich erwarte vom Vatikan nicht, dass er sich bei den Übersetzungen seiner Rundbriefe an die Rechtschreibung hält. Ich verlange vom Papst noch nicht einmal, dass er seine Mitteilungen in klarer, prägnanter, unum­wun­dener Diktion äußert. Obwohl ich der festen Überzeugung bin, dass die wirklichen Wahr­hei­ten stets im schlichten Gewand daherkommen. Ein langes und mühevolles Berufsleben hindurch habe ich diszipliniert den mir Anvertrauten auch die kompliziertesten Zusammenhänge, die Prognosen und das Maß der Hoffnung in klaren Worten vermittelt und damit Vertrauen geschaffen. Es wäre mir ein Leichtes gewesen, diese Menschen durch gewundene, mit fremdsprachlichen Fachausdrücken gespickte und verschrobene Ausdrucksweise zu blenden, in Verwirrung und Ratlosigkeit zu stürzen. Nein, diese Disziplin kann und will ich von den weltfremden Hütern subjektiver "Wahrheiten" nicht verlangen!

Aber ich verlange vom Papst und seinen Helfershelfern, dass sie ihren moralischen Ansprüchen gemäß handeln, dass sie selbst vorleben, was sie predigen. Die Kirche wurde lange Zeit von der mangelhaft informierten Öffentlichkeit für eine moralische Autorität gehalten. Sie war es nie, seit den frühesten Anfängen der Institution Kirche nicht! Es ist eine objektive, bewiesene und nachprüfbare Wahrheit, dass sich die anfänglich redliche Christen-Sekte später als Kirche, dann als Amtskirche zur größten Verbrecher-Organisation der Menschheit entwickelt hat. Wo bleibt die Liebe in der Wahrheit, dies demütig und reuig zu bekennen und zu sühnen?! Wo bleibt diese caritas in veritate beispielsweise, um die Mitschuld der katholischen Kirche am 2. Weltkrieg einzugestehen, weil der Vatikan (Pius XII.) Hitler für den Überfall auf Polen, dann die Sowjetunion sein Einverständnis gab?! Die Kirche bringt diese Liebe nicht auf! Wo bleibt die Zügelung ihrer Gier, der Gier, die doch die Hauptursache all unserer Weltenkrisen war und ist? Der Papst schreibt lieber Traktätchen gegen die Gier. Die Kirche hortet unvorstellbaren Reichtum an Landbesitz und Geldanlagen. Die Päpste waren – am Ende ihrer Amtszeit – in aller Regel Multimillionäre, Kardinäle und Bischöfe leben wie Fürsten. Ist das die Wahrheit, die uns diese Kirche vermitteln soll? Milliardenschwere Subventionen an die heute noch nazi-konkordante Kirche dürfen offenbar nicht angetastet werden. Eher geht unsere gesamte Gesellschaft in den Bankrott! Mein Blog ist eine Ansammlung dieser und unzähliger weiterer Fakten, die dem klerikalen Wort-Schwindel Hohn sprechen. Die beklagten Manager, Banker und Privilegierten, aber auch die einfachen Bürger und Politiker können mit Recht augenzwinkernd auf die "Vorbilder" der Kirchen verweisen, wenn auch sie sich nicht mehr um die angeblichen christlichen Werte kümmern. Sie alle folgen nur den Beispielen dieser Lehrmeister.

Insofern sind all die Enzykliken, Hirtenbriefe und Predigten nichts als Schund! Und "Caritas in veritate" (knapp 60 DIN A4-Seiten im angedeuteten gesalbten Stil) einen Tag vor dem G8-Gipfel zu veröffentlichen, ist die "unterirdische" Etage einer Unverfrorenheit oder auch nur das Eingeständnis: Lesen die ja eh‘ nicht. Is‘ ja nur’n Gag!

Zum Abschluss nur eine kleine Kostprobe von der "Wahrhaftigkeit" des PaPaRatzi:

"Der Markt ist an sich nicht ein Ort der Unterdrückung des Armen durch den Reichen und darf daher auch nicht dazu werden."   Ratzinger in der Sozialenzyklika "Caritas in veritate", 2009

Jaja, er darf also nicht dazu werden!!! Verfluchte Bigotterie und Unredlichkeit in Reinkultur!

 
C.c.: Unsere "Staats-Kirchen" müssen von Rechts wegen abgeschafft werden!
 

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